Das Abwasser wird zur Behandlung in einen großen runden Rührbehälter gepumpt und dort ständig umgerührt. Im Behälter sind in einer Sonde zwei Meßelektroden angebracht, die beständig den aktuellen PH-Wert des Wassers an die Steuerung im Schaltschrank melden. Eine Elektrode ist zuständig für den Prozeß der "Spaltung", also der Trennung der Schwermetalle vom Wasser. Die andere Elektrode ist zuständig für die Neutralisation des Abwassers. Während des Rührens wird aus der Chemikaliendosierstation in kleinen Mengen Chemie zugeführt. Im ersten Schritt wird "übersäuert", d.h. so lange Salzsäure und Eisen3Chlorid zugegeben, bis ein PH-Wert unterhalb 2.3 erreicht ist.
In diesem chemischen Zustand trennt sich die Verbindung von Schwermetallen und Flüssigkeiten.
Danach erfolgt der gegenläufige Prozeß mit Zugabe von Natronlauge, bis ein PH-Wert nahe 8.0 erreicht und die Flüssigkeit damit chemisch neutral ist (der PH-Wert von Leitungswasser ist 7.0). Jetzt wird Flockungsmittel beigegeben und eingerührt. Danach erfolgt die Absetzphase: Die Charge ruht für vier Stunden, damit sich die Feststoffe zum Boden hin absetzen können. Im Behälter sieht es jetzt so aus wie im rechten Wasserglas oben: Oben ist das gereinigte Wasser, unten sammeln sich die konzentrierten Schwermetalle.
Das Wasser wird in der Reinwasserstrecke anschließend noch einmal gefiltert und dann in den Kanal eingeleitet. Der Lackschlamm wird zu einem festen Kuchen gepresst und wandert auf die Giftmülldeponie
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